RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#31 von Jochen , 14.02.2019 15:48

Das ist das ganz normale Owatrol Öl, das Du da nimmst? Ich hab noch nie damit gearbeitet, drum frag ich so doof...


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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#32 von Frankass , 14.02.2019 16:00

Ja, Fertan bildet ja so eine etwas staubige Schicht die man eigentlich mit Wasser abwischen soll. Das geht aber auch nur halb so gut und so richtig endgeil funktioniert Fertan ja auch nicht. Von daher habe ich das hier dann komplett in Owatrol getränkt. Hätte vermutlich auch das Fertan weglassen können und nur die rostigen Oberflächen mit Owatrol versiegeln können aber irgendwie behagte es mir so doch etwas mehr. Jetzt muss eben noch nen richtiger Lack drüber.

 
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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#33 von Gast , 14.02.2019 16:52

Jochen, man muss das mit Owatrol begreifen …. Owatrol hält nicht auf blanken Blech (wie es damals Oldtimer-Markt gemacht hat), Owatrol brauch eine raue, angerostete Fläche. Es unterwandert die Feuchtigkeit und drückt sie heraus. Dann härtet aus wie ein Lack und es kann nicht mehr rosten mangels Sauerstoff. Das schöne dabei ist, je nach Lack kannst du es auch spachteln und überlackieren. Du kanst Owatrol auch mit Lack mischen ….. Einziger Nachteil ist, die aushärtungszeit dauert je nach dicke seine Zeit ….

Bild unten Kofferaum Opel Olympia Rekord der Kannten und Flugrost angesetzt hat. Da hab ich Lack mit Ovatrol gemischt und locker mit dem Pinsel verteilt.
Wegen der langen Ashärtungszeit sieht man keinen Pinselstrich


RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#34 von Jochen , 14.02.2019 17:10

Danke! Solche Arbeiten stehen bei mir nämlich auch an.


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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#35 von Frankass , 06.01.2020 16:09

Der Olds hat neue Schuhe (temporär). Ich wollte diese Drecksreifen mal von den originalen Stahlfelgen runter haben und hab dann mal die polierten Torque Thrust drauf gesteckt, die oben auf dem nächstgreifbaren Reifenstapel lagen. Hat was. Aber wohl nix für das was ich optisch anstrebe. Ranzlook. Die Steelies werden nun an den Dichtflächen etwas aufgearbeitet und dann kommen da erst mal alte WWW drauf. Passt denke ich besser zu der Karre.





Dann hab ich den geplanten 371er mal aus der Ecke gezerrt. Da muss die Kurbelwelle raus. Die muss mindestens gewuchtet werden. Alles weitere sehe ich dann.



Dann hat ein weiteres Teilepaket zu mir gefunden. Gaspedal, Schlosssatz, Dämpfer und Außenspiegel. Außerdem kam noch ein relativ komplettes Paket von Bremsteilen an. Daher flog auch gleich mal der festsitzende HBZ inkl. BKV aus der Karre. Da hab ich nen Ausstauschteil für gekauft.





Und ich habe begonnen den Kabelbaum aus dem Olds rauszufrickeln. Elektrik und Bremsen sind eigentlich so die nächsten Sachen die ich da angehen will. Parallel eventuell auch endlich mal die IA soweit vorbereiten das man das nun in Auftrag geben kann.



 
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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#36 von Frankass , 06.01.2020 16:10

Ich hab mich etwas am Olds festgebissen in den letzten Urlaubstagen. Zunächst mal weiter den Kabelbaum rausgefrickelt und dabei alles beschriftet und zugeordnet.





Danach hab ich mich dann mal etwas mit dem geplanten 371er Rocket auseinandergesetzt. Es ging darum die Kurbelwelle aus dem Motor zu entfernen um diese bearbeiten lassen zu können.



Säfte raus.



Umgezogen



Schraub schraub schraub







Yummy



Oh, Axialspiel





Ehemalige Mieter



Irgendwie war alles fragwürdig und am Ende dann auch eigentlich doch alles auseinander



Kolbenringsalat



Kalte Kolbenplatte an Pleuel



Hier sieht man den Bereich der axialen Abstützung der KW und die war in einer Richtung doch arg dünn geworden. Leider hat die Gegenseite an der KW dort auch gelitten. Von daher ist erst mal offen welche Möglichkeiten man hat um das wieder instandzusetzen. Im schlechtesten Fall ist die KW hin.





Das Atemloch und die Froststopfen flogen auch noch aus dem Block und damit ist der nun im Prinzip nackt. Muss dann wohl erst mal zum reinigen und dann sehe ich weiter. Alles in allem sahen die Lagerstellen nicht übel aus. Kreuzschliff der Zylinder ist raus und man fühlt schon sowas wie ne "Welle" am oberen Umkehrpunkt im Zylinder.



Da es sich bei dem Motor um einen 1959er handelt und diese Variante nur 2 Jahre produziert wurde, muss ich eh mal sehen wie da genau die Ersatzteillage ausschaut. Leider hab ich schon die Info das sich ein einfaches erweitern auf das größte Bohrungsmaß in 1959 auf 394 cui nicht realisieren lässt. Das war zwischendurch mal die Idee. Eventuell kloppe ich das Ding nach dem Reinigen auch einfach wieder mit neuen Lagern zusammen und sehe dann was passiert. KW natürlich dann entsprechend überarbeitet. Die muss ja eh weg zum wuchten und gegebenenfalls schleifen.

Danach noch "Arschlochbolzen" an den Köpfen entfernt. Glaube insgesamt drei Auslasskrümmerbolzen waren abgerissen und drei Einlasskrümmerbolzen im Kopf verblieben. Einlass ließ sich mit gekonterten Muttern rausdrehen. Auslass hab ich gleich durch aufgeschweißte Muttern erhitzt und musste nur einen Bolzen ein zweites Mal rannehmen.









Eigentlich wollte ich diese Motorenbaustelle in der Form nicht aber es hat sich nun (auch durch meine damalige Unwissenheit) so ergeben. Ihr lest ja wie es damit weitergeht.

Ansonsten hab ich beim Olds recht klare Arbeitspakete. Einerseits Kabelbaum nachbauen und reinfrickeln, andererseits die bereits besorgten Bremsteile einbauen bzw. die Bremse überholen, vorher noch mal den Innenraum fertig versiegeln (wenn es wärmer ist) und endlich mal die "Türverkleidungspappen" nachbauen damit die komplette IA endlich zum Sattler kann. Ließt sich ja eigentlich überschaubar ;)

 
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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#37 von Admin , 06.01.2020 16:29

sieht doch schon mal gut aus


Wenn du bis zum Hals in der Sch.... steckst,
lass bloss den Kopf nicht hängen

 
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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#38 von HB-Toronado88 , 06.01.2020 17:50

Da hast du aber auch schon ordentlich was geschafft.

Hast du dir schon einen Sattler in Bremen auserkoren?

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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#39 von Frankass , 08.01.2020 16:12

Nicht wirklich fest aber bei meiner Halle um die Ecke ist so nen Mädel die als Einmannbetrieb fungiert. Die hatte sich das alles schon mal angeschaut.

Hier der Link zu der Dame:

Sattlerin in Leeste

Ist aber schon sehr lange her und von daher weiß ich nicht ob das mit der noch hinhaut wenn ich endlich alle Teile beisammen hab.

 
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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#40 von Frankass , 23.01.2020 16:13

Am Wochenende hab ich mich unter anderem weiter mit Baustellen am Olds beschäftigt. Da das Wetter einigermaßen stabil aussah, hab ich den Wagen raus geschoben um dem Innenraum ne weitere Schicht Versiegelung angedeihen zu lassen. Bot sich gerade an und draußen ist das Licht auch einfach besser.







Also ne angefangene Dose Brantho Korrux mit etwas Owatrol verdünnt, da das Brantho schon nen etwas zähen Eindruck gemacht hat und dann erst mal die narbigen Partien bepinselt. Danach dann ne neue Dose aufgerissen und den Rest versiegelt.







Den Tag drauf hab ich mich mit meinem schon lange geschmiedeten Plan zur Fertigung von Schablonen für die Türverkleidungen beschäftigt. Leider taugten die alten völlig aus der Form geratenen Verkleidungen ja nicht mehr als Vorlage. Daher hatte ich mir so ausreichend steifes transparentes Plastik besorgt. Das lässt sich mit ner normalen Schere schneiden. Nach etlichen Bohrversuchen an Reststücken wusste ich auch wie ich da saubere Löcher in diversen Größen reinkriege. Wenn man da nicht aufpasst und sich ein paar Hilfsmittel bastelt, bricht das während des Bohrens.





20 mm Bohrungen gingen mit Vorsicht so direkt.
Für 35er brauchte ich eine Art Bohrschablone. Erst mit Schraubzwingen fest geklemmt.



Ging aber nur im Randbereich der Schablone. Dann also noch zusätzliche Spaxschrauben zum verklemmen mit rein. Löcher im Plastik dafür vorgebohrt. Hatte Angst das es dort sonst auch irgendwie bricht.



Für die Langlöcher hab ich an den jeweiligen Enden 10er Borhungen mit nem Holzbohrer gesetzt und die "Geraden" dann mit nem Cutter ausgeschnitten.



Jetzt kann man das an der Tür ausrichten, durch das Verschrauben des Türgriffs fixieren und dann exakt die äußere Kontur der Tür übertragen. Dann sollte auch die Schablone passgenau sein.



Zeitlich hat es leider dann nur noch für das Vorbereiten der hinteren Schablone gereicht. Dabei ist mir dann bei einer der 20er Bohrungen doch noch ein Missgeschick unterlaufen. Hab wohl nicht genug Geduld gehabt und den Bohrer zu fest gedrückt. Wird aber schon irgendwie gehen.





Die exakten Konturen muss ich beim nächsten Einsatz übertragen. Am besten bei trockenem Wetter vor der Halle ;)
Ein paar Teile kamen auch schon für den Nachbau des Kabelbaums an. Sowas zum Beispiel:



Keine Angst, die Stecker werden in nicht sichtbaren Bereichen untergebracht.

Wochenende drauf gings an den Türverkleidungen des Olds weiter. Hab die Schablonen wie geplant an der Tür fixiert und dann die Konturen auf die Folie übertragen. Danach dann ausgeschnitten und Passung kontrolliert. Pro Tür bestimmt 5 Mal demontiert, beschnippelt und dann wieder montiert. Hoffe die Geduld zahlt sich nachher aus.



Ich hatte so klebrige Dichtmasse vom Band mit denen ich die Ecken der Folie fixiert hab.





Hier zeigen die Punkte die neue Kontur.



FF - Forne Fertig



Hinten dann gleiches Spiel. Schaut mal wie weit die alte Türpappe (blauer Strich) von der tatsächlichen Kontur entfernt ist (schwarzer Strich).



Alsbald kann ich also dann mal die eigentlichen Türverkleidungen bauen.

 
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