RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#16 von Frankass , 10.07.2018 15:31

Der Einfachheit halber kopiere ich den folgenden Text mal aus dem OITH hier rüber.


Ich kämpfe gerade mit festhängenden Kolben an dem V8 Block für meinen Olds. Hab mir aber jetzt Ersatz zugelegt.

Soooo, mit vielen O. Zitronensäure hat nix gebracht. Zumindest was das lösen der Kolben angeht. Den oberflächlichen Rost im Brennraum hat es aber gelöst. Prinzipiell funktioniert das also zum entrosten. Ich schätze die Zitronensäure kommt gar nicht erst an ihre eigentliche Wirkstätte heran. Hatte zwei Durchgänge gemacht und das jeweils für eine Nacht einwirken lassen.

Ich hatte ja bereits angekündigt, dem Block anschließend mit Hitze zu Leibe zu rücken. Gesagt getan. Alufolie rein damit nicht alles total mit Asche vollsaut, Gitter rein, Kohlen, Anzünder, Feuer, Regen abschirmen. Hat gut funktioniert hinsichtlich der Durchhitzung. Nach ner Stunde konnte man den Block an keiner der Ecken mehr anfassen. Das war wirklich erstaunlich gut durchgeheizt in allen Bereichen. Nach dem Entfernen der Asche war der Block natürlich noch sackheiß. Ich hab dann in kleineren Portionen Bremsenreiniger auf den Kolben gesprüht um diesen beschleunigt abzukühlen und den gewünschten Löseeffekt zu erzielen. Achtung, es gab eine nicht ungefährliche Verpuffung. Mir ist nix passiert aber ich hab mich ordentlich erschrocken. Ich hab die Luft wohl derart mit verdunstetem Bremsenreiniger angereichert, dass diese zündfähig wurde. Glut oder dergleichen war da im Grunde nicht mehr im Spiel. Muss sich durch die enorme Hitze des Blocks wohl entzündet haben. Obacht also bei der Aktion, falls es mal einer nachmachen will. Leider hat sich durch die Aktion keiner der Kolben gelöst. Ich hab wie ein besengter Wicht auf die Dinger eingeprügelt und dabei aus Hass auch mal das Holzstück weggelassen und mit dem Stahlknubbel als Meißel direkt drauf gehalten. Der Impact ist bei Stahl auf Kolben natürlich größer als wenn noch nen "federndes" Holz dazwischen ist. Hat alles nix gebracht. Aber ich bin was die Methode angeht nicht ganz enttäuscht. In anderen Fällen könnte das wunderbar funktionieren und von daher verbuche ich das als gewinnbringende Erfahrung. Falls jemand mal ein ähnliches Problem hat, ich würde es direkt mal so versuchen. Nen Sack billige Briketts kann man da mal investieren. Wenn der Block sauberer ist als meiner, kann man sogar wirklich darauf grillen. Den Block in Alufolie zu wickeln, als es begann zu Regnen, hat die Hitze sicherlich noch mal etwas erhöht und auch nach unten bzw. außen am Block entlage geleitet. Würde ich auf jeden Fall auch ohne Regen so empfehlen. Später war der Regen zu heftig, daher das improvisierte Zelt über dem ganzen Aufbau.



























Bei Kleinanzeigen stand schon ein paar Wochen ein 303 Block mit diversen weiteren Teilen des Rumpfmotors drin. Ich hab mit dem Kollegen mal telefoniert und mich kurzfristig dazu entschieden den Ramsch auch ranzuholen. Meine Ölwanne ist ziemlich ramponiert und die beiligende ist optisch wesentlich gerader. Gleiches gilt Im Grunde auch für andere Einzelteile. So kann ich mir die Rosinen rauspicken. Der Block selbst ist auch gar nicht so übel. Vielleicht kann man den auch so wie er ist wieder mit frischen Lagern und Dichtungen zusammenstecken. Ursprünglich hatte ich den Plan diesen Block auf 324 bohren zu lassen. Das werde ich mir aber noch mal überlegen und gegebenenfalls mal mit nem Motorenbauer besprechen. Vielleicht macht das erst mal so Zusammenstecken mehr Sinn. Der ganze Ramsch lag in der Nähe von Leipzig. Muss wohl nen 53er (oder so) Block sein. Das muss ich noch mal genauer verifizieren.











Was gut zu erkennen ist, bei dem neuen Block ist die Verteilerklemme mit nur einer Bohrung befestigt



Bei meinem anderen Block mit zwei Bohrungen, ist hier schwer zu erkennen. Laut Ross Racing gab es den Verteiler mit zwei Bohrungen nur 1949. One year only.



Wie oben erwähnt ist dieser Text schon älter und aus dem Flakes n Primer Forum (auch OITH genannt) rüberkopiert.


 
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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#17 von Frankass , 10.07.2018 15:37

Zwischendurch hab ich mich dann selbst mal mit dem Kauf von Vintage Speed Parts motiviert. Derzeit eben nur als Briefbeschwerer in der Wohnung nutzbar. Ist ne alte Weiand Brücke (W04D oder so) für 303 und 324er.




 
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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#18 von Frankass , 10.07.2018 15:44

Zwischenzeitlich hatte ich mir auf der Arbeit einen Stahldeckel machen lassen, der über den Dom der Jahn Kolben passt. So konnte man die Schlagenergie eines Hammers viel besser auf den Kolbenrand ausüben. Alle anderen Versuche die Kolben zu lösen haben ja leider nicht genutzt. Hier einige Bilder von der Aktion. Hat trotzdem nen halben Tag gedauert die verbliebenen 4 Kolben da rauszuhämmern.






















 
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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#19 von Jochen , 11.07.2018 08:22

Der "Rocket-Grill" gefällt mir . Wenn Dich jemand, der mit der Materie nicht befasst ist, bei einer solchen Aktion beobachtet, lässt er Dich spätestens wenn Du das Zelt darüber aufbaust in die Psychiatrie einliefern...


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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#20 von Frankass , 12.07.2018 11:03

Hier dann einige Bilder die dokumentieren was ich bereits am Innenraum "versucht" habe. Ich hab ne Sattlerin an der Hand die ihre Werkstatt im Grunde um die Ecke zu meiner Werkstatt hat und Sie hat sich den Kram schon mal angesehen und auch einen für mich sehr fairen Kostenvoranschlag gemacht. Jetzt gerade hängt es an mir. Ich wollte schon mal neue Türpappen bauen. Das ging aber leider in die Hose da meine alten aufgeweichten Pappen keine brauchbar maßhaltige Schablone mehr abgeben. Außerdem hab ich die Befestigung der Pappen an der Tür schon mal auf die Variante vom VW Käfer umgestrickt. Ist günstig und bewährt.











































































Plan B ist sich Plexiglas zu besorgen und die korrekten Konturen direkt an den Türen abzunehmen.


 
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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#21 von Jochen , 12.07.2018 13:12

Du weißt schon, daß es bei Anbietern in den USA (z.B. Fusick) so einiges an originalgetreuen Klipsen und Anbaumaterialien usw. gibt. Ich meine nur, zwecks der Originalität...


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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#22 von Frankass , 12.07.2018 14:17

Original sind die Türpappen mit so ner Art von Nägeln befestigt. Das finde ich sehr unpraktisch. Dann lieber nicht original an einer Stelle wo es keiner sieht aber eben reparaturfreundlich. Sollte ich die Türpappen gelegentlich mal abnehmen müssen, ist das somit viel einfach machbar. Mal abgesehen davon das Fusick sich jeden Scheiß vergolden lässt. Die vermutlich in China gegossenen Plastikteile, die ich bei denen schon bestellt habe, waren abschreckend teuer.


 
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RE: Fiftyfive 88 Patina Machina

#23 von Frankass , 16.07.2018 11:02

Hab am Wochenende nebenher etwas am Getriebe rumgefummelt
Mal rausbekommen wie die Hebelstellung für den jeweiligen Gang sein muss und etwas den Schmand abgekratzt und schließlich mal das Öl abgelassen. Muss eh neue Dichtungen kriegen, das Teil.

Auf dem Bild ist der Rückwärtsgang drin. Dafür Hebel aus dem Gehäuse rausziehen und nach vorn drücken.
Demnach erster Gang Hebel raus und nach hinten,
zweiter Gang Hebel rein und nach vorne,
dritter Gang Hebel rein und nach hinten.











Leider fehlen mir noch ein paar Schrauben. Hatte der Vorbesitzer nicht vollständig mitgegeben. Schade, diese fehlende Schraube zur Befestigung der Schwungscheibe könnte schwierig zu kriegen sein. Hab den Schwung mal mit zur Arbeit genommen. Werde mal die Möglichkeiten zum Abdrehen checken.

Weiß jemand wie man den Ausrückhebel demontieren kann?


 
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