Dieselstinker

#1 von Admin , 07.03.2018 23:20


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RE: Dieselstinker

#2 von Jochen , 09.03.2018 08:36

Sehr schön!

Das Witzige ist, das unsere Fahrzeuge aufgrund der ewig langen Nutzungsdauer tatsächlich relativ umweltfreundlich sind. Ein Großteil der negativen Umweltauswirkungen wird bereits bei der Produktion eines Autos verursacht. Um so länger man ein Auto benutzt desto weiter fährt es in den grünen Bereich. Nachhaltigkeit ist hier das Stichwort. Bei unseren Oldtimern, die in den meisten Fällen nicht wirklich im Alltag benutzt werden, ist das natürlich relativ, aber sie müssen schon mal nicht entsorgt werden - was der Umwelt auch nicht gerade zuträglich wäre - und falls doch, dann werden bei einem Oldtimer fast alle brauchbaren Teile wieder in einem anderen Auto Verwendung finden. Wenn man aber einen Altwagen tatsächlich alltäglich ganz normal als Fortbewegungsmittel nutzt und dieser deswegen natürlich nicht durch ein Neufahrzeug ersetzt werden muss, dann ärgert sich zwar die Wirtschaft, aber für die Umwelt ist das nicht das Schlechteste. Wenn es sich dann noch um einen Benziner mit Euro2-Katalysator handelt, dann ist man tatsächlich ziemlich umweltfreundlich unterwegs - soweit man bei Verbrennungsmotoren von umweltfreundlich sprechen kann. Das sagen sogar Naturschutzverbände.


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zuletzt bearbeitet 09.03.2018 | Top

RE: Dieselstinker

#3 von Admin , 09.03.2018 08:48

Genau so ist es Jochen. Es fallen Tonnen von Dreck an wenn ein neuer Kleinwagen gebaut wird, es fällt Sondermüll an wenn ein Auto abgewrackt wird und Tonnen Dreck um es zu recyclen.

Es geht lediglich darum das du ein neues Auto kaufen sollst ... so war es auch als es die Abwrackprämie gab. Der Automobilindustrie ging es Umsatz mässig nicht sonderlich gut. Und da ich ein böser Mensch bin, kaufe und fahre ich nur Altwagen .. das jüngste Auto ist 20 Jahre alt ...

Als ich bei der Bundswehr war, hiess es, die Bundeswehr muss sparen ...
Der Spiess erkläre uns: Ab sofort gibt es nur noch einen neuen Bleistift wenn ihr den Rest des alten vorlegt ... also brecht gefälligst einen neuen durch, spitzt ihn an und ihr bekommt zwei neue ...

Und wenn heute alle ein E-Fahrzeug hätten, bräche das Stromnetz zusammen ... es reicht jetzt schon kaum noch ...

Es geht nur darum, dem Volk das Geld aus der Tasche zu ziehen


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RE: Dieselstinker

#4 von Jochen , 09.03.2018 09:07

Ja, ich bin auch Altwagenalltagsfahrer. Ich fahre schon seit sieben Jahren einen jetzt 30 Jahre alten Mercedes W124 230E mit Euro2-Kat und bin hochzufrieden mit dem Auto. Mehr Auto braucht meiner Meinung nach kein Mensch. Man braucht mehr Platz? Dann eben das T-Modell (Kombi). Der 230er hat 132 PS, das reicht für 200 km/h auf der Autobahn - wenn es sein muss. Das Auto ist leise, geräumig, bequem, übersichtlich mit kleinem Wendekreis, hat ein schönes Schiebedach, ABS, Airbags gab es auch schon und mit der Automatik ist das Auto bei der heutigen Verkehrslage absolut entspannt zu fahren. Aus der Zeit ab ungefähr Mitte der 80er Jahre bis in die 90er Jahre gibt es eine Vielzahl stabiler und langlebiger Autos (Audi, BMW, VW, Toyota...), aber bei Mercedes ist die Ersatzteillage extrem entspannt, man bekommt praktisch alles beim Hersteller und natürlich um einiges günstiger aus dem Zubehörhandel, wobei da mitunter sehr auf Qualitätsunterschiede zu achten ist.


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RE: Dieselstinker

#5 von Admin , 09.03.2018 11:08

damit hast du wohl recht .... einzig die Klima-Anlage fehlt den meissten (mir nicht) ....

Ich habe vor über 10 Jahren mit einem MB-Niederlassungsmeister gesprochen, er brachte die Sache auf den Punkt was die Ausstattung angeht ... die Leute wollen immer mehr Elektronik-Gimmicks, wir wissen bald gar nicht mehr wo wir die Batterie unterbringen sollen. An der Karosserie wird Gewicht gespart und dann werden Stellmotoren etc eingebaut die das alles wieder zunichte machen.

Und da jeder ständig das Handy während der Fahrt in der Hand hat und abgelenkt ist, braucht es natürlich noch mehr Assistenten die die Unaufmerksamkeit kompensieren.

... das ist die Kehrseite der Medallie.


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RE: Dieselstinker

#6 von mosquito , 09.03.2018 21:36

 
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RE: Dieselstinker

#7 von mopped-martin , 17.03.2018 16:21

Ich habe meinen Olds auf Gas umgerüstet. Jetzt mögen einige rummeckern, das wäre ja nicht Oldie gerecht, und von wegen Ami fahren wollen und kein Geld für Sprit haben. Aber ich fahre jetzt für umgerechnet 9€ auf 100 km und stosse weniger Abgase aus , fahre mit grünem Gewissen.
Was will man mehr, um die Umweltplakette brauche ich mir ja sowieso Gdanken zu machen.

Gruß MM

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RE: Dieselstinker

#8 von Admin , 17.03.2018 20:42

würde ich auch jederzeit machen ...



.


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RE: Dieselstinker

#9 von flamingo , 15.10.2018 19:02

Ich kann nur Zustimmen.
Ich fahre z. Zt. einen 2014 Skoda "Schummeldiesel",welcher nicht viel weniger Diesel durch den Auspuff treibt als der geerbte 300D '93 .
Spätestens 2023 kommt der 300' als "Rentnerauto" auf Ganzjahresfahrzeug auf die Straße.
Dann geht der Skoda wohl nach Afrika,wegen dem 4x4.

 
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RE: Dieselstinker

#10 von Admin , 17.10.2018 22:53

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RE: Dieselstinker

#11 von Philip , 19.10.2018 09:11

Die ganze Diskussion um die Antriebstechnologie wird für mich viel zu emotional geführt. Im Wechsel der Jahre sind mal die Benziner mit höherem CO2 Ausstoß, mal die Diesel mit ihren Stickoxiden die Bösen.
Sicher ist nur, dass die Umweltbelastungen nur zu einem Teil von privaten Fahrzeugen kommt. Die Grenzwerte werden oft an den absolut ungünstigsten Straßen/ Kreuzungen kontrolliert, was alle Ergebnisse völlig verfälscht.
Die Luft ist heutzutage besser denn je, was nicht heißen soll das kein Raum für Verbesserungen ist, aber doch bitte nicht von heute auf morgen. Alte Autos, außer sie sind erhaltenswert *hust*, verschwinden so oder so nach ein paar Jahren von der (deutschen/europäischen) Straße und werden durch moderne ersetzt.

Ein Fan von batterieelektrischen Fahrzeugen bin ich auch nicht. Akkus sind schwer, teuer, die Gewinnung der Materialien ist bestenfalls fragwürdig und die Energiedichte lässt auch zu wünschen übrig.

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RE: Dieselstinker

#12 von Admin , 19.10.2018 11:25


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RE: Dieselstinker

#13 von Jochen , 26.10.2018 08:30

Fakt ist, dass wir von den hohen Umweltbelastungen weg müssen, egal aus welcher Quelle sie stammen. Beim Thema CO2 ist das natürlich nicht nur der Betrieb von Kraftfahrzeugen. Die größten Dreckschleudern sind die (Braun-)Kohlekraftwerke. Dass CO2 Einfluss auf das Klima hat, ist schon lange bekannt und mittlerweile wissenschaftlicher Konsens. Wer etwas anderes erzählt, tut das meist aus Gründen, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte (siehe auch hier:https://de.wikipedia.org/wiki/Leugnung_d..._Erw%C3%A4rmung ) . Fakt ist allerdings auch, dass der Betrieb von Elektroautos nicht die Lösung ist. Die Herstellung von Batterien, bzw. die Gewinnung der Rohstoffe dafür (etwa Lithium oder Kobalt) ist in hohem Maße umweltschädlich und findet zum Teil unter menschenverachtenden Bedingungen statt. Auch die Batterien mit Nickel, wie sie z.B. Toyota bei seinem Wasserstoffhauto (Brennstoffzelle, an sich eine tolle Technologie) verwendet, sind da nicht besser, der Nickelabbau etwa auf den Philippinen ist ebenfalls eine Riesensauerei. Da gibt es noch viel Arbeit an allen Fronten. Vielleicht würde uns (und vor allem der Umwelt) auch eine gewisse Bescheidenheit gut tun, auch und vor allem den sogenannten "oberen Zehntausend". Weniger Fliegen, weniger Fahren, allgemein weniger verbrauchen (Strom, Plastik...) Entschuldigt bitte, das Thema ist mir ziemlich wichtig, ich wollte hier aber keine ideologische Grundsatzdiskussion losbrechen.


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RE: Dieselstinker

#14 von Admin , 26.10.2018 13:18

Jochen, was soll denn ein Mückenschiss auf der Landkarte ausrichten wenn rundum alles ungefiltert in die Luft geblasen wird .... klar muss einer Anfangen, aber es den deutschen Autofahrer ausaden zu lassen ist Schwachsinn. Davon mal abgesehen, was macht es für einen Sinn wenn ein sogenannter Dieselstinker einen Umweg fahren muss der bis zu vier mal länger ist?

Ich sage, es geht nur darum das der kleine dumme Deutsche recht deutlich mitgeteilt bekommt "DU MUSST EIN NEUES AUTO KAUFEN". Erstens bekommen sie dann mehr Steuereinnahmen und zweitens verdient wieder die Autoindustrie dessen Handlanger die Politiker sind ... nicht umsonst hocken dies in den Aufsichtsräten bzw. hat der Bund Beteiligungen an dem Auto-Herstellern.In jeder Brance wird ein Hersteller dazu verdonnert nach zu arbeiten oder auszutauschen wenn ein Gegenstand nicht den zugesicherten Eigenschaften entspricht .... ausgenommen Automobile!!!!

Bitte, macht doch mal die Augen auf, lasst euch nix vorkauen und glaubt den Mist ... so kann es nicht weiter gehen .... generell, nicht nur was KFZ betrifft ..... egal ob es Rentner betrifft, Kinder, Harzer, etc. Selbst die Bundeswehr wurde vernichtet. D ist nicht mal in der Lage sich verteidigen zu können ... nicht auf dem Wasser noch an Land noch in der Luft und die Soldaten haben nicht mal warme Kleidung wenn sie ins Ausland geschickt werden.


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RE: Dieselstinker

#15 von Jochen , 29.10.2018 08:26

Zur Bundeswehr: Deutschland konnte sich mit der Bundeswehr wahrscheinlich noch NIE wirklich verteidigen und das hat nichts mit mangelhafter Ausrüstung zu tun, sondern mit der Tatsache, daß ein kleines Land wie Deutschland auch nur eine kleine Armee haben kann. Deswegen ist man ja in diesem Bündnis namens Nato. Allerdings muss man sich auch die Frage stellen, gegen wen man sich aktuell überhaupt verteidigen muss. Auch die Auslandseinsätze der Bundeswehr muss man zumindest in Frage stellen, bringen tun die meines Erachtens so gut wie nichts.

Und zu dem sogenannten Mückenschiss Deutschland: Ich habe doch selbst geschrieben, dass der (deutsche) Kraftfahrzeugverkehr natürlich nicht das alleinige Problem ist. Und trotzdem bin ich der Meinung, dass jeder seinen Teil dazu beitragen muss, die Umwelt zu schützen, zu schonen, zu bewahren. Aber ich weiß auch, dass das in weiten Kreisen der Bevölkerung sehr unpopulär ist und man lieber mit dem Finger auf andere zeigt, die den gleichen Dreck machen, die mehr Dreck machen, die anderen Dreck machen usw. usw......... Bei uns wird leider oft und von vielen hemmungsloser Konsum mit Freiheit verwechselt.

Ich bin allerdings auch der Meinung, dass für die Lösung dieser ganzen Probleme die Politik, die gewählten Volksvertreter, die Leitlinien vorgeben müssen und zwar nicht nur in Deutschland, sondern überall, sonst wird das natürlich nix.


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