Frostschutz

#1 von Jörg , 04.12.2012 07:17

Hallo,

ich werde in den nächsten zwei Wochen meinen 1956 Olds 350 Km auf einem Transporter, bei zur Zeit winterlichen
Temperaturen heimholen. Ich weiß Oldies fährt man nicht im Winter, habe aber keine ander Möglichkeit.
Da ich damit rechne das mein Wagen, welcher aus dem sonnigen Kalifornien kommt, keinen Frostschutz
im Kühlsystem hat, möchte ich vor dem Transport dies prüfen. In dem Beitrag über die Motordaten
vom Admin las ich das ca. 19 Liter Kühlwasser im System sind.
- Welches Frostschutzmittel empfehlt ihr, ist ja sicherlich ein Graugussmotor?
- Welches Mischungsverhältnis, muss ja entsprechend viel Wasser "absaugen"?
PS. zur Zeit steht er "warm"

Grüße Jörg

 
Jörg
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RE: Frostschutz

#2 von KalleWirsch , 04.12.2012 11:43

Hallo Jörg,

ganz normalen, einfachen Kühlerfrostschutz. Halt dich an die Anweisung die der Hersteller empfiehlt.

Die Motoren sind nicht wählerisch. Wenn dann kaputt wenn du keines eingefüllt hast (Frostriss). Damals gab es auch nur Glükol (das was so mancher Ösi-Winzer in den Wein gekippt hat).


Im denke daran, auch in der Scheibenwaschanlage ist Wasser .....


Mach' dir keine Sorgen wegen deiner Schwierigkeiten mit der Mathematik. Ich kann dir versichern, dass meine noch größer sind.
Zitat von Alber Einstein

 
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RE: Frostschutz

#3 von Jörg , 04.12.2012 18:33

Danke für die Info,

hab keine Scheibenwaschanlage, hat der Erstbesitzer als Extra nicht mitbestellt. :-)

Wo wir grad bei den Flüssigkeiten sind.
Was für Sprit tankt ihr, oder gar noch irgend welche Zusätze?
Was für Motoröl?
Was für Getriebeöl?

Grüße Jörg

 
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RE: Frostschutz

#4 von Admin , 05.12.2012 07:37

Vorweg, mein Auto läuft ja noch nicht ...

Im Grunde sollte 95 Okt Benzin reichen. 98 Okt. hat halt mehr Explossionsleistung.

Bleizusatz ... hmmm ist vermutlich der sicherste Weg. Unter den Mercedes-Leuten sagte man mal "die Motoren haben so viele km drauf, sollte also die angesammelte Bleischicht der vergangenen Jahre für die paar km die noch gefahren werden ausreichen".

Motoröl werde ich aus dem Baumarkt nehmen. Hab ich immer bei meinen alten Mercedes gefahren und hatte noch nie einen Motorschaden. Die Motoröle in den 50ern/60er hatten lange nicht den heutigen Standard. Von Syntetischen Ölen werde ich die Finger weg lassen. Sie sind so konzipiert den Motor stets zu reinigen. Die Folge: die alten Dichtungen werden undicht und es trieft aus allen Verbindungen

Getriebeöl bei der Automatic, der Vorbesitzer hat mir eine 50 Liter Kanne AT Hydrauliköl mitgegeben. Ist ganz normales Hydrauliköl wie es in jeden Bagger oder Traktor ist. Aber bevor ich es in das revidierte Getriebe kippe, werde ich erst mal kräftigst gockeln.

Aber wenn du Zeit und Lust hast, kannst du dich hier mal einlesen:

http://www.transalp.de/uploads/media/KFZ_schmierstoffe.pdf

Die fehlende Scheibenwischeranlage würde ich aber an deiner Stelle nachrüsten ansonsten wirst du es, spätestens nach dem ersten Sommerregen, bereuhen weil ein vorausfahrendes Fahrzeug dir laufend Schmutzwasser auf die Scheibe wirft und du nichts mehr siehst.


Wenn du bis zum Hals in der Sch.... steckst,
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RE: Frostschutz

#5 von Jörg , 09.12.2012 08:53

Danke für die Tips,

das mit der Scheibenwischanlage werde ich mir zu Herzen nehmen. Ist ggf. die erste Bastelarbeit, sicherlich einfacher
als ein Getriebe auszubauen, schöne Übung um langsam in die Schrauberecke zu gelangen; Teile besorgen etc...

Wenn ich meinen Wagen zu Hause habe werde ich ihn erst einmal zu Durchsicht geben. Habe vor den Unterboden
und die Hohlräume zu konservieren. Hier die Methode dir ich vor habe:

http://www.schad-gmbh.de/index.php?article_id=17&clang=0
http://www.schad-gmbh.de/index.php?article_id=20&clang=0

Was das Korrosionsschutzfett angeht möchze ich dieses verwenden:
http://www.mike-sander.de/

Oder habt ihr noch bessere Materialien oder Methoden in Petto?

 
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RE: Frostschutz

#6 von Admin , 09.12.2012 16:32

Naja, ich hab noch nie etwas Strahlen lassen. Ich kenne auch die Auswirkungen auf das metall nicht. Fakt ist, beim Sandstrahlen verändert sich die Oberfläche des Metalls.

Ich schneide prinzipell Rost grossflächig aus wo Durchrostugen sind. Ich schweisse möglichst stupf und versiegele die Naht mit Owatrol. Ist eine Fläche nur angerostet bürste ich den Rost grob ab und versiegele die Fläche im Anschluss mit Owatrol.

Was die wenigsten kapiert haben, auch Oldtimer Markt in ihren Tests nicht. Owatrol braucht Rost zur Haftung. Es unterwandert feuchtigkeit und drückt sie heraus. Anschliessend härtet es voll aus wie ein Lack. Somit fehlt dem Rost Sauerstoff wie auch Feuchtigkeit und der Rost kommt vollkommen zum Stillstand. Danach normalen Lackaufbau mit Spachtel, Füller und Lack und du hast über Jahre Ruhe.

So meine Erfahrung bzw. mein Umsetzen einer Restauration

Sander-Fett, naja, es ist ein sehr gut haftendes Fett und JEDES Fett verhindert das Feuchtigkeit inrgend wo eindringen kann. Der grosse Nachteil bei Fett wenn es nicht auch bei hohen Temparaturen die Konsistenz behält ist, es fliesst ab. Ist gelegendlich auf Treffen an heissen Tagen zu sehen das Fettflecken unter z.B. Schwellern sind. Das ist auch der Grund warum Mike Sanders empfiehlt alle zwei Jahre das ganze zu wiederholen.

In Österreich wird im übrigen sehr oft Seilbahnfett verwendet das Mike Sanders wohl recht ähnlich ist. Hab aber keine Erfahrung damit!

Hab vor Jahren einen 1962er Fiat mal komplett restauriert (wer Fiat kennt, weiss was es heisst wenn ein Auto gerne rostet). Das Auto war von aussen bis auch ein paa kleine Stellen sehr gut intalkt. Aber in den Hohlräumen war überall dicker Flugrost. Ich hab damals alle Hohlräume mit Owatrol geflutet und das Auto ist heute immer noch so wie ich es abgegeben habe.



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RE: Frostschutz

#7 von Jörg , 11.12.2012 07:23

Ist kein Sandstrahlen, statt "Sand" wird hierbei Trockeneis benutzt, welches beim auftreffen auf die Oberfläche verdampft. Diese Methode entfernt
keinen Rost, sondern nur alte Farben, Dreck, Fett, Öl etc... also keine Veränderung der Metalloberfläche. Reinigung von Gummimuffen, elektrischen
Bauteilen oder gar Stoff ist möglich. Ich werde berichten. Anschließend soll eine objektive Bestandsaufnahme der bislang verborgenen Schäden besser
möglich sein.
Was die Oberflächenbehandlung mit Owatrol betrifft danke ich für den Tipp. Ich denke eine Kombination aus beidem, Fett und ein ordentlicher "Rostunterkriecher"
ist sinnvoll...auch hier werde ich berichten.
Am kommenden Freitag fahre ich zur Abnahme des Wagens und bestelle den Transport. Bei den jetzigen Wetterbedingungen gehe ich von einem geschlossenen
Transport aus.
Die Papiere nehme ich schon mal mit um bei der Versicherung/Zulassung vorstellig zu werden.
Bin mal gespannt wie das Tema Kennzeichengröße ausgeht.
Denke aber das die freundlichen Mitarbeiter bei der Zulassung in Frankfurt mir dabei gerne behilflich sind! :-)

Grüße

 
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RE: Frostschutz

#8 von KalleWirsch , 22.12.2012 08:20

Wo sind denn die Fotos von der Ankunft deines Autos und wie ist dein Fazit jetzt?

Gruss Bernhard


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RE: Frostschutz

#9 von Jörg , 22.12.2012 10:26

...noch nicht da, Wagen und Transport ist bezahlt und warte noch auf den Termin vom Spediteur.
Einzelbetriebserlaubnis, H-Gutachten, Zollpapiere, Titel und Versicherung ab 01.01.2013 habe ich
Der Wagen hat jetzt 54 Jahre auf mich gewartet, da hab ich auch noch etwas Geduld :-)
Fazit: Glaube WARTEN wir bei den Oldies immer groß geschrieben...siehe Dein Motor.

Was Bilder betrifft habe ich nur den Link aus dem "Showroom" vom Händler RD Classic Cars in Emmrich, sollte noch funktionieren (Verkaufsbilder halt)
http://www.rdclassics.de/oldtimer/Oldsmo...er=1146&taal=DE

Grüße Jörg

 
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RE: Frostschutz

#10 von Admin , 23.12.2012 00:08

Zitat
Fazit: Glaube WARTEN wir bei den Oldies immer groß geschrieben...siehe Dein Motor.



hey ....


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